Zügiger Abschluss angestrebt – Erste Tarifrunde 2021 bei den Wettbewerbsbahnen

Die GDL hat in der ersten Runde am 10. Juni 2021 mit den drei großen Konzernen Abellio GmbH, NETINERA Deutschland GmbH und Transdev GmbH in Berlin die bundeseinheitlichen Forderungen für die Flächentarifverträge KoRa-ZugTV sowie die Aufnahme der weiteren Berufsgruppen besprochen. Am Anfang stellten die Unternehmen die Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie dar. In diesem Zusammenhang wurde kontrovers über die Forderungen der GDL diskutiert. Dabei machte die GDL sehr deutlich, dass die
Forderungen stets ein Spiegelbild des jeweiligen Betriebs sind. So ist es beispielsweise nicht verwunderlich, dass weitere Arbeitszeitregelungen gefordert werden, wenn zeitgleich in diesen Betrieben genau diese Punkte zu einem Druck auf
die Beschäftigten führen.

Gleichwohl bekräftigten die Arbeitgeber, dass ein zügiger Tarifabschluss angestrebt werde. Die GDL kann sich im Bereich
des Entgelts grundsätzlich eine Einigung vorstellen, wenn sie die Eckpunkte des Abschlusses vom öffentlichen Dienst enthält. Diese sind eine allgemeine Vergütungserhöhung von 1,4 Prozent für das Jahr 2021 und 1,8 Prozent für 2022 sowie
eine Corona-Prämie von 600 Euro bei einer Laufzeit von 28 Monaten. Wenn zudem der Nachtarbeitszeitraum für die Zulagen und den Zusatzurlaub von 20 bis 6 Uhr erreicht werden würden, sollte ein erfolgreiches Abschließen auch bei dem ein oder anderen anspruchsvollem Forderungspaket der haustarifvertraglichen Forderungen möglich sein.

Die GDL unterstrich zudem, dass sich weitere Arbeitgeber gerne an dieser Runde beteiligen können, sodass die Tarifrunden 2021 bei den Wettbewerbsbahnen zügig fortgeführt werden können. Ferner haben die Beteiligten einen Verhandlungsfahrplan erstellt. So wurden für den 2. Juli die zweite Runde und vom 22. bis 23. Juli 2021 die Abschlussrunde vereinbart.